Lumière

Mario Adorf - Es hätte schlimmer kommen können

D 2019, 103 Min., FSK: 12
Regie: Dominik Wessely

Wie bekommt man so ein reiches und vielfältiges Leben wie das des Schauspielers Mario Adorf in einen einzigen Film? Man gewinnt ihn als Hauptdarsteller des Dokumentarfilms über sein Leben. Und lässt ihn machen.
Noch immer sage jemand ab und zu: "Eine Sache verzeih ich Ihnen nie: Dass Sie damals Winnetous Schwester erschossen haben." "Das war ein Fehler", schmunzelt er beim Erzählen dieser Geschichte, die zu seinen liebsten gehört. Mario Adorf, geboren in der Eifel, der Vater ein Italiener, den er nur einmal als Erwachsener gesehen hat, hat zahlreiche Bösewichte gespielt, auch in Italowestern. Aber ebenso bei Rainer Werner Fassbinder oder den Alfred Matzerath in Schlöndorffs "Die Blechtrommel" (1979).
Trotz zahlreicher Engagements in Hollywood ist er ein zutiefst europäischer Weltstar geblieben. Und ein großartiger Theaterschauspieler - so wie jetzt gerade, sympathisch und selbstironisch, bei seiner Abschiedstournee "Zugabe". In diesem Film hier begegnet er selbst den Stationen seines Lebens, die er sehr intensiv und sehr persönlich zu präsentieren weiß. Dank der Spielleidenschaft Adorfs gerät dieser Dokumentarfilm zu einem Meisterstück des Personenporträts.

Freitag 15. bis Mittwoch 20.11.
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