Lumière

La buena vida

D, Schweiz, Kolumbien, Niederlande 2015, OmU, 94 Min.
Regie: Jens Schanze

In den Wäldern im Norden Kolumbiens lebte einst die Dorfgemeinschaft von Tamaquito. Bis vor kurzem führten die Menschen vom Volk der Wayúu dort ein friedliches Leben, geprägt von Zusammenhalt und im Einklang mit der Natur. Doch der Steinkohleabbau, der die Landschaften Kolumbiens immer mehr zerstört, erzwingt eine Umsiedlung des gesamten Dorfs. Die Betreiber der Kohlemine, hinter denen internationale Rohstoffkonzerne stecken, versprechen neue Unterkünfte und die Versorgung der Menschen. Doch zwischen gegebenen und gehaltenen Versprechen liegen Welten. Die Dorfgemeinschaft von Tamaquito beschließt, sich zu wehren.
Der Wohlstand der Einen bedeutet das Elend der Anderen: es ist eine einfache und doch grausame Wahrheit, die der Dokumentarfilm von Jens Schanze konsequent auf den Punkt bringt. Denn wenn der Rohstoffabbau in Kolumbien und vielen anderen Ländern nicht ungebremst zunehmen würde, könnten Dörfer wie Tamaquito überleben und müssten nicht einer Industrie weichen, die Menschen rigoros dorthin verpflanzt, wo sie den Betriebsablauf nicht mehr stören
"LA BUENA VIDA ist ein hochaktueller und bedeutender Film mit großer politischer und globaler Relevanz, der Aufmerksamkeit schafft für ein Thema, das uns alle angeht und betrifft." (Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung)

Montag 6.5. um 19.30 Uhr

In Zusammenarbeit mit Greenpeace Göttingen, der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und dem Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ). Anschließend diskutieren Mira Jäger (Greenpeace Göttingen) und Yvonne Bangert (GfbV).