Lumière

Unser Saatgut

USA 2016, 98 Min., FSK: ab 6
Regie: Taggart Siegel, Jon Betz

Wenn wir an die Herkunft von Lebensmitteln denken, dann meist im Zusammenhang mit Tieren und Pflanzen. Die Grundlage jeder Lebensmittelproduktion beginnt jedoch viel eher - mit der Saat. Saatgut ist eine kostbare und zunehmend bedrohte Ressource. 94 Prozent der Saatgutvielfalt gilt bereits als verloren. Dabei ist Vielfalt eine Voraussetzung dafür, dass sich Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen kann und dass Hunger und Armut erfolgreich bekämpft werden können. Weltweit kontrollieren mittlerweile drei global agierende Konzerne über die Hälfte der gewerblich genutzten Saaten. Doch wer das Saatgut kontrolliert, kontrolliert auch unsere gesamte Nahrungsmittelkette.
Der Dokumentarfilm "Unser Saatgut - Wir ernten was wir säen" erzählt die Geschichte des Saatguts, wobei die filmische Umsetzung genauso vielfältig ist, wie die Sortenvielfalt, für die inhaltlich gekämpft wird. Zu Wort kommen passionierte Landwirt*innen, Wissenschaftler*innen, Anwält*innen und indigene Saatgutbesitzer*innen, die sich für den Schutz des Saatguts einsetzen. Der Film ist Appell an uns alle: schützt Saatgut!

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Mit uns diskutieren: Bernd Horneburg (Fachgruppe Genetische Ressourcen und Ökologische Pflanzenzüchtung, Uni Göttingen), Anoush Ficiciyan (Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Abtl. Agrarökologie, Uni Göttingen), Uwe Becker (Brot für die Welt)

Montag 29.4. um 20.00 Uhr
In Kooperation mit der Stiftung Leben und Umwelt