Lumière

Palmyra

D 2017, 90 Min., FSK: 16
Kamera, Buch und Regie: Hans Puttnies

Im Sommer 2015 wurden die berühmten Tempel von Palmyra in Syrien durch den "Islamischen Staat" zerstört. Die meisten Menschen begriffen nicht, dass nun ein viel größeres Verbrechen begann: das Assad-Regime bombardierte rücksichtslos die direkt daneben liegende moderne Stadt Tadmor und machte die Familien, die von den Denkmälern gelebt hatten, zu Flüchtlingen in Europa.
In dem engagiert-politischen Film PALMYRA ergreift Hans Puttnies die Partei dieser Menschen. Er filmte als Einziger vor dem Krieg das Nachleben der Antike in Palmyra: Archäologie und Diktatur im Einklang mit Bildungstourismus. Sein abendfüllender Essayfilm zeichnet kritisch den Weg nach, der zu dem überhöhten "Weltkulturerbe" führte, das im Krieg allen Parteien als Propanda dienen konnte - und das doch die geliebte Heimat vieler Menschen war.
"PALMYRA von Hans Puttnies entwickelt entlang eigener Reiseaufnahmen, die vor der Zerstörung der Antiken Stadt durch den IS entstanden sind, einen filmischen Essay, der zum Nachdenken über das europäische Verhältnis zum Orient anregt und die vielfältigen historischen Fäden aufrollt, die sich um jene Schnittstelle der Kulturen im Nahen Osten gelegt haben." (programmkino.de)

Donnerstag 15. bis Samstag 17.11.
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