Lumière

Mr. Smith geht nach Washington

USA 1939, 124 Min. OmU
Regie: Frank Capra
D.: James Stewart, Jean Arthur, Claude Rains

Der "einfache Mann aus dem Volk" im rechtschaffenen Kampf gegen die korrupten Eliten, gegen "die da oben" - kein Hollywood-Film hat diese populistische Erzählung so eindrücklich bebildert wie Frank Capras 30er-Jahre-Klassiker MR. SMITH GEHT NACH WASHINGTON. Darin macht sich der verträumt-idealistische Pfadfinderführer Jefferson Smith (James Stewart) auf in die US-amerikanische Hauptstadt, um nach einem plötzlichen Todesfall ein Senatorenamt anzutreten. Dort sieht er sich schnell mit einer reißerischen Presse und einer undurchschaubaren Politik konfrontiert, die seine anfänglichen politischen Ideale wie naive Kinderfantasien aussehen lassen…
Hinter einer gelungenen Mischung aus mitreißender Geschichte und auflockernder Komik, einem charmanten "Hollywood der 30er"-Flair und einer wunderbar aufspielenden Darsteller-Riege, wirkt Capras Film auch heute noch ungemein modern und hat auch mit Blick auf die Ära Trump und die gegenwärtige US-Politik nichts an Brisanz eingebüßt.
Mit der Film- und Seminarreihe "Gegen die Eliten!" möchten wir nachzeichnen, wie sich das Anti-Establishment-Motiv seit dem Kino der "Great Depression" der 30er Jahre bis in die Gegenwart entwickelt und auch verändert hat und zum Nachdenken und zur Diskussion über seine politische Brisanz einladen.

Montag 22.10. um 20.00 Uhr
Mit Einführung und der Möglichkeit zur Diskussion nach der Vorführung.
In Kooperation mit dem Institut für Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie