Lumière

Djam

Frankreich, Türkei, Griechenland 2017, 97 Min., OmU (Französisch, Griechisch, Türkisch) u. DF, FSK: 6
Regie: Tony Gatlif
D.: Daphne Patakia, Simon Abkarian, Maryne Cayon

Die Griechin Djam wird von ihrem Onkel, dem passionierten ehemaligen Seefahrer Kakourgos, nach Istanbul geschickt, um ein seltenes Motorteil für ein kaputtes Boot zu besorgen. Auf ihrer Reise trifft sie die junge Französin Avril, die eigentlich in der Flüchtlingshilfe arbeiten wollte, aber ohne Kontakte und Einkommen schon aufgeben will. Die freche, freiheitsliebende, großherzige und ebenso unberechenbare Djam nimmt Avril unter ihre Fittiche. Dies ist der Beginn einer Reise voller Hoffnung, wundervoller Begegnungen, großartiger Musik und der Freude am Teilen.
Im Zentrum des Films steht die griechische Dissidentenmusik des "Rembetiko", die in der griechischen Diktaturzeit von der Insel Lesbos in die Metropolen Athen und Thessaloniki gelangt ist. In der Musik, davon ist Regisseur Tony Gatlif überzeugt, liegt die geheime Kraft, Unterdrückung, Gewalt und auch Grenzen überwinden zu können. Und so berührt der Film die aktuellen Themen von Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten, indem er auf die Intensität der Gefühle der Hauptfiguren setzt und nebenher fast so etwas wie ein Musical ist. Ein Film mit großem Herzen und eine Ode an die kaum zu bezwingende Lebenskraft der Musik.

Donnerstag 10. bis Mittwoch 16.5.
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