Lumière

Transit

D 2018, 100 Min., FSK:12
Regie: Christian Petzold
D.: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Barbara Auer, Matthias Brandt

1940: Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg, ein deutscher Flüchtling, entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: ein Manuskript, Briefe und die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. Georg nimmt Weidels Identität an, denn in Marseille darf nur bleiben, wer über ein Visum verfügt und beweisen kann, dass er gehen wird.
Alles verändert sich, als sich Georg in die die geheimnisvolle Marie verliebt. Ist es Hingabe oder Berechnung, die sie ihr Leben mit dem Arzt Richard teilen lässt, während sie gleichzeitig auf der Suche nach ihrem Mann ist? Der, so erzählt man, sei in Marseille aufgetaucht, im Besitz eines mexikanischen Visums für sich und seine Frau.
TRANSIT basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers. Das Besondere: Die Geschichte wird von den 1940er Jahren ins Heute verlegt, wobei Elemente beider Zeitebenen verschmelzen. In einer atemberaubenden, fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte einer großen, fast unmöglichen Liebe zwischen Flucht, Exil und der Sehnsucht nach einem Ort, der ein Zuhause ist.
"Zum einen entgeht TRANSIT durch seine Heutigkeit der Gefahr der hakenkreuzlastigen TV-Zweiteiler-Ästhetik, die Petzold seit jeher ein Graus ist. Zum anderen verknüpft er die Flüchtlingsschicksale der Vergangenheit zwingend mit denen der Gegenwart." (SWR)

Donnerstag 5. bis Dienstag 17.4.
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