Lumière

Harold Lloyd: Safety Last!

USA 1923, 73 Min.
Regie: Fred C. Newmeyer, Sam Taylor
D.: Harod Lloyd, Mildred Davis, Noah Young

Harold ist ein "Junge vom Lande" und versucht als Verkäufer in einem Großstadtkaufhaus Karriere zu machen. Zu gern möchte er sein Mädchen zu Hause beeindrucken. Seine berufliche Karriere ist allerdings weniger erfolgreich als er in seinen Briefen behauptet. Das Lügengebäude gerät ins Wanken, als Mildred überraschend zu Besuch in die Stadt kommt. Aus Angst vor Entlarvung wächst Harold über sich hinaus. Als er von einer saftigen Prämie für denjenigen erfährt, der dem Kaufhaus mehr Kunden verschafft, ersinnt er einen kühnen Plan. So kommt es zu der waghalsigen Kletterpartie an der Fassade eines Hochhauses...
Lloyds Filme funktionieren, mehr als Chaplins oder Keatons Werke, immer auch als historische Dokumente des damaligen Amerika. In SAFETY LAST! etwa wird das New York der Zwanzigerjahre so ganz nebenbei portraitiert, weil Lloyd an Originalschauplätzen drehte, auf Straßen und Plätzen, während seine Kollegen Kulissen errichten ließen. Die Kaufhaus-Sequenz aus SAFETY LAST! etwa entstand in einem echten Kaufhaus, das einem Verwandten des Produzenten Hal Roach gehörte, der es der Filmcrew in den Nachtstunden zum Dreh überließ.
SAFETY LAST! hat Harold Lloyd unsterblich gemacht. Hollywoods erfolgreichster Komiker der 20er Jahre schuf mit dieser atemberaubenden "thrill-comedy" ein Meisterwerk, dessen Schlusssequenz sich in das Gedächtnis jedes Zuschauers eingräbt: Das Bild von Harold, der an einem Uhrzeiger hängt, während unter ihm eine Straßenschlucht gähnt, ist eine Ikone der Filmkunst. Neben Chaplin und Keaton ist Harold Lloyd der "Third Genius" des amerikanischen Stummfilms.

Sonntag 22.4. um 19.45 Uhr im Deutschen Theater!
Am Flügel: Stephan Graf von Bothmer
Eintrittspreise: 14,00 Euro, ermäßigt 10,00 Euro. Vorverkauf und Reservierung nur an der Kasse des Deutschen Theaters!


Stephan Graf von Bothmer

...gehört zu den angesagtesten Stummfilmmusikern in Deutschland. Der Pianist füllt Konzertsäle auf fünf Kontinenten mit seinen spektakulären Stummfilm-Konzerten. Bisher hat er über 600 Stummfilme vor über 110.000 Gästen vertont. Bothmers Interpreta-tionen, die auf einer klassischen Ausbildung an der Universität der Künste Berlin gründen, zeichnen sich durch pianistisches Können und Einfühlung, kompositorischen und improvisatorischen Wagemut sowie die souveräne Zusammenführung klassi-scher und moderner Traditionen aus. Egal, ob er als Solist am Flügel oder an der Kinoorgel auftritt oder als Leiter eines En-sembles: Film und Musik verschmelzen in seinen Stummfilm-Konzerten zu einer neuen, expressiven Einheit.