Lumière

Cahier Africain

D, Schweiz 2016, 119 Min., Arabisch-Französisch-Englische OF m. dt.UT
Regie: Heidi Specogna

Ein Schulheft steht am Beginn dieser Doku über Kriegsverbrechen des kongolesischen Rebellenführers Jean-Pierre Bemba. Regisseurin Heidi Specogna hat es bei Recherchen in einer Ruine gefunden. Darin sind die Kriegsverbrechen mit Fotos und Zeugenaussagen von 300 Frauen, Kindern und Männern dokumentiert. Das Heft - später Beweisstück am Gerichtshof in Den Haag - ist Ausgangspunkt einer Langzeitbeobachtung über drei der Opfer:
Amzine, eine junge muslimische Frau, hat als Folge der Vergewaltigungen ein Kind zur Welt gebracht. Der Blick auf ihre heute zwölfjährige Tochter Fane erinnert sie täglich an das dem Heft anvertraute Leid. Arlette, ein christliches Mädchen, litt jahrelang an einer nicht heilen wollenden Schussverletzung am Knie. Nach einer erfolgreichen OP in Berlin hegt sie Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben. Aber inmitten der Versuche, den schwierigen Alltag mit Zuversicht zu meistern ? und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist ? bricht in der Zentralafrikanischen Republik der nächste Krieg aus.
CAHIER AFRICAIN ist ein ungemein dichter und differenzierter Blick auf den Wahnsinn Krieg.

Mittwoch 25.10. um 19.30 Uhr
Regisseurin Heidi Specogna ist anwesend.
In Kooperation mit der Gesellschaft für bedrohte Völker