Lumière

Tigris-Rebellen

Türkei 2017, 90 Min., OmU
Regie: Nedim Hazar

Wie das berühmte "letzte gallische Dorf" leisteten die Bewohner von Schkefta, 30 km südlich der Provinzstadt Batman, jahrzehntelang Widerstand gegen die grausame Unterdrückung des Großgrundbesitzers und des türkischen Militärs. Die einen wollten sich die Ländereien der Bauern aneignen, die anderen wollten in ihrem Krieg gegen die PKK-Guerilla bezahlte Söldner aus ihnen machen. Die Schkeftaner dagegen, sie wollten ein würdiges Leben - "frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald". Viel Blut ist geflossen seit 1978, als der erste Konflikt mit dem Großgrundbesitzer anfing. Und es schien den Bauern endlich gelungen, sich durchzusetzen. Nun aber soll das Dorf im See des Ilisu-Staudamms untergehen, der die bekannten Antik-Relikte vom benachbarten Ort Hasankeyf auf dem Tigris ebenfalls fluten soll und deshalb seit Jahren weltweit für Proteste sorgt.

Montag 18.9. um 19.30 Uhr
Regisseur Nedim Hazar ist anwesend.
In Kooperation mit Stiftung Leben & Umwelt, Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. und alsharq e.V