Lumière

Vor der Morgenröte

D, Frankreich, Österreich 2016, 106 Min.
Regie: Maria Schrader
D.: Josef Hader, Barbara Sukowa, Mathias Brandt, André Szymanski

1934 befindet sich der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig auf dem vorläufigen Höhepunkt seines kreativen Schaffens, und in der Literaturwelt gilt er als echter Star. Doch auch in Zweigs Heimatland wächst der Einfluss der Nationalsozialisten. Eines Tages wird der u?berzeugte Pazifist Zweig beschuldigt, Waffen bei sich zu verstecken. Die anschließende Hausdurchsuchung trifft ihn so sehr, dass er kurzerhand beschließt, ins Exil zu gehen. Zunächst in England untergekommen, treibt ihn seine Suche nach einem friedlichen Platz fernab der Heimat erst nach New York, Buenos Aires und schließlich nach Brasilien. Dort verfasst er dann 1942 sein letztes und zugleich bekanntestes Werk "Die Schachnovelle". Aber trotz der schönen Natur und Gastfreundschaft, die ihm begegnen, können die exotischen Länder seine Herkunft nie ersetzen
In Maria Schraders scharfsinniger Reflexion u?ber Nationalismus und die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft u?berrascht Star- Kabarettist Josef Hader als sensibler Autor. Die szenisch besten Momente liefert freilich das Spannungsverhältnis mit der grandiosen Charakterdarstellerin und Fassbinder-Heroine Barbara Sukowa.

Donnerstag 27.7. um 21.30 Uhr
Open Air-Kino im Freibad Brauweg