Lumière

The Salesman

Frankreich, Iran 2016, 125 Min., OmU und DF
Regie: Asghar Farhadi
D.: Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi

Mit "Nader und Simin - Eine Trennung" gewann Asghar Farhadi drei Bären bei den Filmfestspielen in Berlin und einen Oscar. Auch mit seinem neuen Film erweist sich der iranische Regisseur und Autor als grandioser Geschichtenerzähler. Mit enormer Eleganz entwickelt sich dieses clever konstruierte Drama, das durch plausible Figuren sowie exzellente Darsteller u?berzeugt - und dabei spannend wie ein Thriller ausfällt.
Emad und seine Frau Rana finden durch die Vermittlung eines Kollegen aus ihrer Theatergruppe eine neue Wohnung. Nachdem Rana dort eines Abends von einem Mann überfallen wurde, stellt sich heraus, dass die Wohnung davor einer Frau mit zweifelhaftem Ruf gehörte. Während sich Rana traumatisiert und verängstigt zurückzieht, macht sich Emad wutentbrannt auf die Suche nach dem Unbekannten. So merken beide zunächst nicht, dass ihre Beziehung an den Folgen des Angriffs zu zerbrechen droht
Mit einem cleveren Kunstgriff verknu?pft Asghar Farhadi die Handlung um Emad und Rana mit Arthur Millers beru?hmtem Theaterstu?ck "Tod eines Handlungsreisenden". Er eröffnet damit eine neue Erzählstruktur und unzählige subtile Deutungsmöglichkeiten. Das heutige Teheran erscheint einem plötzlich wie das alte New York Millers. Obwohl THE SALESMAN derzeit der erfolgreichste Film im Iran ist, gab es politische Querelen um die Einreichung fu?r den Oscar. Dem iranischen Regisseur wurde vorgeworfen, sein Film sei "nicht einheimisch genug". Inzwischen steht fest: Farhadi sorgt im Iran nicht nur fu?r u?berfu?llte Kinosäle, sondern er ist auch ein Oscar-Kandidat.

Donnerstag 23.2. bis Mittwoch 1.3.
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